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Donnerstag, 24. April 2008
Kundengespräch
Donnerstag, 24. April 2008
Sie ist Krankenschwester.
Okay, sie ist Mutter - sie war Krankenschwester.
Nebenbei arbeitet sie im Direktvertrieb für eine Firma.
Gestern fragte ich sie, ob ihr der Job fehlen würde, den sie einmal gelernt hat.
Sie dachte einen Moment nach und sagte dann folgendes zu mir.
"Wenn ich schon Sachen abarbeiten muss um mit dem geringsten Aufwand viel zu verdienen, dann arbeite ich lieber Produkte ab, als Menschen."
Wir unterhielten uns noch eine Weile über die Zustände in Krankenhäusern und ich erzählte ihr von meiner Erfahrung, als ich am 2. Tag nach meiner Operation früh um halb 6 klingelte und die Schwester darum bat, mich zur Toilette zu begleiten..."wir machen erst die Übergabe und dann kommt jemand" war die Antwort - aus der Gegensprechanlage. 20 Minuten später klingelte ich erneut - mittlerweile war ich kurz vor dem weinen. Endlich kam jemand...und ich erklärte dem Arzt und allen Schwestern bei der Visite, dass ich das ihnen allen wünschen würde, dass ihnen einmal im Leben dieselbe unwürdige Behandlung widerfahren würde.
Hätte ich es nicht ausgehalten, hätte ich wohl eine halbe Stunde in meiner eigenen Scheiße gesessen.
Das widerrum bringt mich zu W. in der letzten Woche. Er ist 72 und bat 3 Tage lang darum, dass man ihm doch bitte den Kopf waschen würde, da das Desinfektionsmittel so stinkt und es auch juckte...wir wuschen ihm dann die Haare als wir ihn nach Hause geholt hatten.
Denn die Schwestern hatten keine Zeit. Waren wohl (leider) mit dem abarbeiten zuständig.
Okay, sie ist Mutter - sie war Krankenschwester.
Nebenbei arbeitet sie im Direktvertrieb für eine Firma.
Gestern fragte ich sie, ob ihr der Job fehlen würde, den sie einmal gelernt hat.
Sie dachte einen Moment nach und sagte dann folgendes zu mir.
"Wenn ich schon Sachen abarbeiten muss um mit dem geringsten Aufwand viel zu verdienen, dann arbeite ich lieber Produkte ab, als Menschen."
Wir unterhielten uns noch eine Weile über die Zustände in Krankenhäusern und ich erzählte ihr von meiner Erfahrung, als ich am 2. Tag nach meiner Operation früh um halb 6 klingelte und die Schwester darum bat, mich zur Toilette zu begleiten..."wir machen erst die Übergabe und dann kommt jemand" war die Antwort - aus der Gegensprechanlage. 20 Minuten später klingelte ich erneut - mittlerweile war ich kurz vor dem weinen. Endlich kam jemand...und ich erklärte dem Arzt und allen Schwestern bei der Visite, dass ich das ihnen allen wünschen würde, dass ihnen einmal im Leben dieselbe unwürdige Behandlung widerfahren würde.
Hätte ich es nicht ausgehalten, hätte ich wohl eine halbe Stunde in meiner eigenen Scheiße gesessen.
Das widerrum bringt mich zu W. in der letzten Woche. Er ist 72 und bat 3 Tage lang darum, dass man ihm doch bitte den Kopf waschen würde, da das Desinfektionsmittel so stinkt und es auch juckte...wir wuschen ihm dann die Haare als wir ihn nach Hause geholt hatten.
Denn die Schwestern hatten keine Zeit. Waren wohl (leider) mit dem abarbeiten zuständig.
frau vom meer | 0 Wellen | Kommentieren
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